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Hallo Liebe Mädels,

in meinem Blog geht es um das Thema hormonelle Verhütung und Nebenwirkungen dieser.

Dies ist meine ganz persönliche Geschichte und ich hoffe, dass sie euch weiterhelfen kann. 

Über eure eigenen Erfahrungen zu dem Thema würde ich mich auch wahnsinnig freuen. 

Viel Spaß auf meinem Blog

Alter: 26
 


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Blog

6 Monate ohne Pille

Ich kann gar nicht glauben, dass schon ein halbes Jahr vergangen ist, seitdem ich die Pille komplett abgesetzt habe.

Mittlerweile spüre ich meinen Zyklus deutlich. In der ersten Hälfte ist alles super, um den Eisprung herum habe ich öfter ein Ziehen im Unterleib und auch mal Rückenschmerzen und in der zweiten Zyklushälfte habe ich teilweise unglaublichen Heißhunger und zudem vermehrt Pickelchen im Gesicht.

Nachdem ich auch Haarausfall hatte nach dem Absetzen (was sich aber auch in Grenzen gehalten hat), sehe ich jetzt deutlich, dass kleine Härchen nachwachsen. Ich wünsche mir ja ein bisschen, dass mein Haar wieder so voluminös und kräftig wird, wie vor der Pilleneinnahme. Mit den wenigen Pickeln im Gesicht kann ich ganz gut umgehen, die verschwinden auch recht schnell wieder.

Ich merke immer mehr, dass ich wieder "ganz die Alte" werde. Ich habe wieder Spaß daran, mich mit Freunden zu treffen, in die Uni zu gehen und erfolgreich zu lernen, meine Freizeit ausgiebig zu genießen, Sport zu machen und auch wieder Pläne für die Zukunft zu schmieden. Noch vor wenigen Monaten ging es mir so schlecht, dass ich nicht mal etwas für den kommenden Tag planen konnte und jetzt plane ich schon wieder den nächsten Urlaub

An alle Mädels, die gerade die gleichen Symptome durchleben: Haltet durch! Es dauert seine Zeit, aber euer Körper wird es euch danken! 

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 *--*********-*******-*-******






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht
 
Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve:

 

 

24.1.16 18:53, kommentieren

5 Monate ohne Pille

Da meine Zyklen zumindest von der Länge her recht zuverlässig sind stimmt das Ende des 5. Monats ohne Pille zeitgleich auch mit dem Ende des 5. Zyklus ohne Pille überein.

Viel mehr Zuverlässiges kann ich in meinem Zyklus aber leider noch nicht finden. Ich hatte in der ersten Zyklushälfte für mich bisher unbekannt dolle Unterleibsschmerzen, merkte zum Temperaturanstieg und dem damit verbundenen vermeintlichen Eisprung in der Mitte des Zyklus allerdings körperlich keine Veränderungen und hätte damit verbunden auch meine Periode viel zu früh. Auch wenn ich meine, mich in die Anwendung der NFP mit dem Temperaturmessen und der Zervixschleimauswertung bereits gut eingefunden zu haben, verhüten wir auch weiterhin zusätzlich noch mit Kondomen bis mein Zyklus wirklich sicher auszuwerten ist und auch für mich keine Zweifel an den unfruchtbaren Tagen bleiben.

Im letzten Monat konnte ich ganz ungewohnte Essgewohnheiten an mir feststellen. Natürlich gibt es Tage, an denen man mehr isst, als an anderen. Aber ich esse momentan entweder unglaublich viel und auch ungesund oder habe gar keinen Appettit. Leider fühle ich mich daher auch in meinem Körper gerade nicht sonderlich wohl, was ich gerne wieder ändern würde. Ich mache zwar Sport (Zumba, Joggen, Fitnessstudio), jedoch weitaus weniger, als ich es vor dem ganzen Hormonchaos getan habe. Ich glaube, ich habe nicht unglaublich zugenommen, aber fühle mich unförmig und damit einfach nicht wohl.

Meine Haut spielt gerade auch wieder sehr verrückt - besonders im Gesicht und auf dem Rücken habe ich viele kleine Pickelchen und trockene Stellen, die ich üblicherweise nicht habe. In der ersten Zyklushälfte hatte ich dafür wieder mal vermehrten Haarausfall, was sich mittlerweile auch an der Gesamtfülle der Haare erkennen lässt. Ich möchte im nächsten Zyklus mal besonders darauf achten, ob es da wirklich einen Zusammenhang mit den Zyklusphasen gibt.

Mein beschriebenes Sodbrennen habe ich nun auch seit einigen Wochen nicht mehr gespürt, allerdings habe ich immer noch ab und zu teils heftige Rückenschmerzen - und das nicht nur während meiner Periode. Das ist auch der Grund für meinen nächsten Frauenarztbesuch. Da habe ich dann doch ein wenig Bedenken, dass etwas organisch in meinem Unterleib nicht okay ist. Bei der Gelegenheit werde ich auch direkt nach einer erneuten Blutentnahme zur Überprüfung der Hormonwerte fragen, denn meine Stimmung und allgemeine Gefühlslage spielt an manchen Tagen doch noch sehr verrückt, auch wenn es verglichen mit vor vier Monaten um Welten besser ist.

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 *******--**************-**--






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht
 
Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve: 
 

 

21.12.15 23:28, kommentieren

4 Monate ohne Pille

Mein Körper und auch mein Kopf fühlen sich ohne die Pille sichtlich wohl!

Nach all den Schwierigkeiten durch die hormonelle Verhütung habe ich dem Ganzen wohl für immer Abgedankt - ich kann mir nicht vorstellen, dass sich meine Psyche nochmal mit einer solchen Verhütungsmethode zufriedenstellen würde.

Auch wenn ich immer noch Tage zwischendurch habe, an denen es mir nicht richtig gut geht, so kann ich mein Leben doch endlich wieder frei und unbeschwert genießen. Ich glaube mit meinen Launen auch einen Zusammenhang in meinem Zyklus erkennen zu können. Doch auch der ist noch nicht regelmäßig und richtig auswertbar, deshalb ist das alles noch ein wenig unüberschaubar und neu für mich.

Ich werde wohl weiterhin geduldig sein müssen und meinem Körper die Chance geben, sich komplett zu erholen und wieder neu zu finden.

Aber ich konnte endlich wieder mit intensiverem Sport beginnen. Nach einer fast halbjährigen Pause hat mich eine Stunde Zumba richtig umgehauen und ich hatte fast eine Woche lang Muskelkater! Seither trainiere ich aber fleißig weiter, um meinem Körper mal wieder zu ein wenig Fitness und Energie zu verhelfen.

Ich habe mich auch das erste Mal seit langem wieder auf eine Party getraut. So richtig mit tanzen, zu viel Alkohol und zu lange aufbleiben. Mein Körper hat eine(!!) Woche gebraucht, um sich davon wirklich zu erholen. Das brauche ich so schnell nicht wieder und deshalb versuche ich zur Zeit, meinem Körper so wenig schädliches, wie möglich zuzuführen.

Phasenweise hatte ich im 4. Monat ohne die Pille vermehrten Haarausfall, aber bisher noch nicht so schlimm, wie ich es von anderen Frauen gelesen hatte. Meine Haut ist auch unreiner, aber damit kann ich ganz gut umgehen. Ich brauche keine babyweiche Haut und richtig schlimme Pickel habe ich auch nicht - aber halt mehr als zur Einnahme der Pille. Zudem habe ich in diesem Zyklus Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich gehabt. Häufig traten diese nach längerem Stehen oder Gehen auf und fühlten sich richtig unangenehm an - an dieser Stelle kannte ich Rückenschmerzen bisher nicht! Eine weitere unangenehme Sache, die ich feststellen konnte war ein leichtes Sodbrennen. Nach Suppe, nach Smoothies, nach Sandwiches - damit hatte ich zuvor auch nie zu kämpfen!

Aber ich bin froh, schon bis hierher gekommen zu sein und ich fühle mich wohl mit meiner Entscheidung, meinen Körper quasi einmal zu reseten.

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 **-**-------****--************






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht

 

Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve: 


4.12.15 00:42, kommentieren

3 Monate ohne Pille

Willkommen im 3. Zyklus postpill!

Meine zweite Periode nach Absetzen der Microgynon verlief ganz merkwürdig - vermutlich kann man das nicht mal richtig als Periode bezeichnen. Ich hatte einen Tag lang leichte Blutungen, am zweiten Tag war nichts zu sehen oder spüren und am dritten und letzten Tag waren nur noch leichte Schmierblutungen da - dann waren meine "Tage" auch schon wieder vorüber.

Mit Ende meiner zweiten Periode ging meine Stimmung jedoch endlich rapide bergauf! Endlich! Ich konnte meine Tage wieder unbeschwert starten und auch mal wieder etwas mit Freunden planen, ohne ständig absagen zu müssen. Das einzige, was kurzzeitig noch geblieben ist ist die Schlappheit. Nach einem Unitag war ich die ersten Tage wirklich ausgelaugt und musste mich erstmal ein wenig hinlegen, auch wenn ich nicht geschlafen habe. Aber auch das hat sich bereits wieder gelegt. Richtigen Ausdauersport traue ich mir auch noch nicht zu, obwohl ich zuvor immer sehr aktiv war.

Ich habe mir endlich eine neue Frauenärztin gesucht, die unglaublich viel Verständnis und gute Worte für mich parat hatte, da sie aus Verbrauchersicht auch schon negative Erfahrungen mit der Pille machen musste. Sie untersuchte mich gründlich und redete mir gut zu, meinem Körper ein halbes Jahr Zeit zu geben, um sich wieder zu normalisieren. Zudem riet sie mir von weiterer hormoneller Verhütung ab und klärte mich über Alternativen auf.

Leider habe ich auch momentan noch nicht so wirklich Lust auf Sex, was die Wahl der Verhütungsmittel zur Zeit noch sehr vereinfacht. Ich habe seit diesem Zyklus angefangen, meine Temperatur zu beobachten und möchte mich in die NFP einlesen. 

Auch 3 Monate nach Absetzen der Pille habe ich manchmal leichte depressive Vertimmungen, die aber gottseidank nicht mehr lange anhalten und auch stetig weniger werden. 

*--*--*-*******----****-*****-****

* = gut
- = mittel
_ = schlecht

 

Als Nachtrag: mein 3. postpill Zyklus dauerte 37 Tage.

Und für alle NFP-Begeisterten hier einmal meine Temperaturkurve: 


19.10.15 17:27, kommentieren

2 Monate ohne Pille

Willkommen im 2. Zyklus postpill!

Meine erste Periode nach Absetzen der Pille kam pünktlich nach einem 28-Tage Zyklus. Sie war von der Länge und der Intensität her vergleichbar mit meinen Abbruchsblutungen unter der Pille. Pünktlich zu meiner Periode wurde ich allerdings auch krank, eine richtige Erkältung, die mich nochmals ans Bett fesselte.

Nachdem ich soweit erkältungstechnisch wieder gesund war, gingen meine hormonellen Probleme jedoch weiter. Ich hatte 2 Zusammenbrüche. Ich weiß nicht, ob sie nervlich oder psychisch waren, oder ob es Angst- oder Panikattacken waren - ich kenne mich mit soetwas einfach nicht aus. Ich war unterwegs in der Stadt, mir wurde schwindelig und schlecht, ich fühlte mich unwohl und hatte zeitweise das Gefühl, nicht richtig anwesend zu sein. Ich hatte Angst, umzukippen und fing an zu weinen. Dazu hatte ich eine Art Ohrensausen, wodurch alle Geräusche unangenehm laut erschienen. Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich überhaupt nach Hause gekommen bin. Nach 2-3 Stunden Ruhe verschwanden die Symptome dann endlich wieder. Einen ähnlichen Anfall hatte ich 2 Wochen später zu Hause beim Essen noch einmal. Zwischendurch war mir immer wieder schwindelig, ich hatte Kopfschmerzen, mir war schlecht und ich fühlte mich einfach nicht ganz fit auf den Beinen. Zeitweise hatte ich zudem den Verdacht, an Migräne zu leiden.

Ich ging also zu einem anderen Hausarzt, der endlich die Hormone als Ursache meiner Beschwerden nicht mehr ausschloss, jedoch anderweitige Probleme auch ausschließen wollte. Also bekam ich einen Termin beim HNO (wegen des Ohrensausens und des Schwindels), beim Kardiologen (Langzeit-KG wegen des Schwindels) und zusätzlich wurde nochmals mein Blut untersucht. Aber alle Untersuchungen verliefen ergebnislos.

Zudem hatte ich meinen Termin bei einer Endokrinologin, die meinen Hormonstatus durch eine Blutabnahme untersuchen wollte. Leider war ich mit meinem Besuch bei ihr nicht sehr zufrieden. Sie spielte den Zusammenhang zwischen hormonellen Problemen und der Pille sehr herunter, was mich ziemlich an mir selbst zweifeln lies. Auch das Ergebnis der Blutentnahme spielte sie gekonnt herunter, obwohl ich dann in anderen Foren lesen durfte, dass meine Ergebnisse alles andere als gut seien, was jedoch auch am Absetzen der Pille liegen könne. Eine Entnahme zur Kontrolle der Homonwerte sei bestenfalls 6 Monate nach Absetzen der Pille sinnvoll. Ich überlegte sogar schon, zu einem Psychiater zu gehen, damit er irgendein Problem aus mir rauskitzelt, das es zu bearbeiten gibt, damit es mir endlich besser geht. 

Ich war immer noch ziemlich sensibel und habe oft grundlos geweint und ich war vor allen Dingen kaum noch belastbar. Ich habe darauf geachtet, dass ich trotz der Schlappheit jeden Tag wenigstens ein bisschen vor die Tür gehe. Aber oftmals war ich danach auch vollkommen erschöpft und habe erstmal ein wenig Ruhe oder sogar Schlaf gebraucht.

Meine allgemeine Stimmung sah folgendermaßen aus:

------_*******---__-*--*****--

* = gut
- = mittel
_ = schlecht 

20.9.15 16:53, kommentieren

1 Monat ohne Pille

Nach meiner letzten Abbruchsblutung unter der Pille habe ich mich eine Woche lang richtig gut gefühlt. Ich würde fast sagen, mir ging es sogar im Vergleich zur Pillenzeit überdurchschnittlich gut. In der 3. Woche ohne die Pille kamen dann aber andere ziemlich heftige Nebenwirkungen hinzu:
 
Mir wurde unglaublich schwindelig, sodass ich kaum mehr ausfstehen mochte, weil ich Angst hatte, einfach umzufallen. Mich plagten heftige Kopfschmerzen, bei denen auch Schmerztabletten häufig nicht halfen. Ich hatte oft das Gefühl, auf Entzug zu sein, in meinen Gliedern kribbelte es und ich fühlte mich auch innerlich sehr unruhig. Zudem waren die negativen, depressiven Gedanken wieder da, sodass alles grundlos einfach schlecht erschien. Ich weinte wieder häufig aus heiterem Himmel und ohne erkennbaren Grund. Ich konnte meine Tage kaum im Voraus planen, da ich immer schauen musste, wie es mir an dem jeweiligen Tag gerade psychisch und physisch ging - somit war ein normales Leben für mich echt nicht möglich. Kleinere Wehwehchen waren dazu noch: Hitzewallungen, nächtliches frieren und temporärer leichter Haarausfall und mehr Pickel.
 
Gottseidank hatte ich Semesterferien, sodass ich die meiste Zeit zu Hause verbracht habe. Ich war auch in dieser Zeit bei meinem Hausarzt, der aber meinte, dass meine Beschwerden nicht auf die Pille/Hormone zurückzuführen seien.
 
All diese Symptome traten immer wieder in wellenartigen Bewegungen auf. Ich habe meine Hoch`s und Tief`s für mich folgendermaßen notiert:
 
---**-*--******-___-****-*--**
 
* = gut
- = mittel
_ = schlecht

25.8.15 16:28, kommentieren

Mein postpill Zyklus!

Nach dem Absetzen der Pille hört man häufig von Unregelmäßigkeiten im Zyklus - besonders wenn man bereits über einen längeren Zeitraum hormonell verhütet hat. In 9 Jahren Pilleneinnahme hatte ich nie Probleme mit der Länge meines Zyklus oder mit Schmerzen während meiner Abbruchsblutung.

Mich hat es extrem überrascht, dass meine ersten 2 Perioden nach Absetzen der Pille so reibungslos und schmerzfrei verliefen. Nach genau 28 Tagen fing meine Menstruation an und dauerte sogar noch kürzer als meine Abbruchsblutung unter der Pille. So hatte ich nur 2 Tage leichte Blutungen und Schmierblutungen. Mein Körper funktionierte scheinbar immer noch wie ferngesteuert.

Ab dem 3. Zyklus postpill habe ich begonnen, die Sensiplan-Methode für mich zu erforschen und zu testen. Ich messe also jeden Morgen meine Temperatur und beobachte zusätzlich meinen Zervixschleim. Diese Methode ist (bei korrekter Ausführung, so wie alle anderen Verhütungsmethoden) übrigens mindestens genauso sicher, wie die herkömmliche Pille.

Meine Messungen haben auch hier die ersten 3 Monate ergeben, dass mein Körper noch immer nicht natürlich eigenständig funktioniert. Im 4. Monat nach absetzen der Pille habe ich zum ersten Mal so etwas wie Mittelschmerz gespürt und ich glaube, in diesem Zyklus auch das erste Mal einen Eisprung gehabt zu haben.

Trotzdem kann man auch ein halbes Jahr nach Absetzen der hormonellen Verhütung noch sehen, dass mein Körper sich noch nicht regeneriert hat. Macht euch also nicht verrückt, wenn euer Zyklus länger dauert, oder ihr nicht sofort eure Periode bekommt oder auch mal einen Zyklus ohne Eisprung habt - der Körper braucht Zeit, um sich wieder zu normalisieren.

12.12.15 23:28, kommentieren

Meine Beziehung!

Seit 4 Jahren bin ich nun schon mit meinem Freund zusammen. 4 Jahre auf die ich voller Glück zurückblicken kann. Wir können schon so viele gemeinsame schöne Erinnerungen teilen und haben mit Absetzen der Pille nun unsere erste Beziehungskrise durchstehen müssen.

Wir sind ein echt harmonisches Paar - so gleich und auch in einigen Eigenschaften sehr verschieden. Er ist nicht nur der Mann an meiner Seite sondern gleichzeitig auch mein bester Freund. Er stand mit während meiner wirklich schweren Zeit nach dem Absetzen der Pille als unglaublicher Fels in der Brandung zur Seite. Über 4 Monate hat er meine ständigen Heulattacken ausgehalten, mir zugehört, wenn ich ihm immer wieder mein Leid geklagt habe und er hat in den richtigen Momenten Worte zum trösten gefunden oder gemeinsam mit mir geschwiegen.

Ich weiß, dass ich mit ihm glücklich bin und es immer war, aber trotzdem gab es eine Zeit nach dem Absetzen der Pille, während der ich an all dem gezweifelt habe.

Ich fand andere Männer auf einmal so unglaublich anziehend, hatte keine Lust mehr, mich mit meinem Freund zu treffen und war ihm gegenüber immer sehr ausweichend und auch verletzend. Er tat mir unglaublich leid, weil ich merkte, wie sehr er unter der Situation litt und dass er Angst um unsere Beziehung hatte. Wir hatten über 2 Monate keinen Sex und jegliche Annäherungsversuche wies ich gekonnt ab.

Diese Phase war ca. in dem 3./4. Zyklus nach Absetzen der Pille. Nach ein paar Wochen hatten sich diese merkwürdigen Gedanken gottseidank gelegt. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich wieder so glücklich und zufrieden bin, wie immer. Ich liebe meinen Freund und abseits dieser komischen Phase fand ich auch noch nie andere Männer attraktiv - was die Hormone alles aus uns Frauen machen können...

15.11.15 22:41, kommentieren

Die Nebenwirkungen - Juli 2015

Anfang Juli begann dann meine zweite Pillenphasen. Die ersten zwei Wochen fühlte ich mich gut. Wie zuvor beschrieben, fühlte ich mich nicht zu 100% ICH, aber mir ging es so viel besser, als in meinen Tiefphasen, worüber ich unglaublich erleichtert war. Ich hatte keine Heulattacken, die sonst mindestens einmal wöchentlich auftraten - dann aber auch anhaltend waren für mehrere Stunden oder Tage und hoffte, dass der "Knoten" nun geplatzt war und ich wieder, wie zuvor, mit der Pille leben konnte. Leider hatte ich da die Rechnung ohne meinen Körper gemacht, denn nach zwei Wochen holte mich die schlechte Laune dann doch nochmal ein und das, obwohl Semesterende war und die Ferien vor der Tür standen.

Mitte Juli hatte ich dann einen Termin bei einer Kinesiologin, die überprüfen sollte, ob mein Körper sich gegen die Pille wehrt, sie also nicht richtig annimmt oder verträgt. Ich glaube nicht immer an Heilpraktiken, obwohl mir manche selber schon geholfen haben (Bekämpfung von Neurodermitis als Kind, Schüßler Salze bei Erkältungen, homöopathische Mittel bei blauen Flecken). Ich vertraute der Dame und machte alle Versuche, die sie mit mir unternahm, gespannt mit und versprach mir auch eine Besserung dadurch. Allerdings meinte die Kinesiologin am Ende meiner Sitzung, dass meine Beschwerden nicht mit der Pille zusammenhängen würden. Womit alternativ wüsste sie aber auch nicht. Das verunsicherte mich wirklich sehr, da ich doch ein wenig Hoffnung in diese Behandlung gelegt hatte.

Ich recherchierte also weiter. Ich las mich durch hunderte Foreneinträge etlicher Frauenseiten im Internet. Ich las Studien und Forschungserbnisse zum Thema Pille und hormonelle Verhütung. Und ich informierte mich zunehmend über hormonfreie Verhütung. Es gab so viele Erfahrungen von Frauen, die die Pille nicht vertrugen und sie absetzten. So viele, die verzweifelten, ob ihre Symptome auch an den Hormonen der Pille liegen würden. Und ich nahm teil an Diskussionen über die Nebenwirkungen der Pille. Und das hier ist meine Geschichte!

Heute hatte ich einen erneuten Termin bei meinem Frauenarzt, dem ich meine ganze Geschichte nochmals anvertraute. Ich klagte über alle negativen Erscheinungen, die mir mit Beendigung meiner ersten Pilleneinnahme im April aufgefallen waren und wir beschlossen gemeinsam, dass ich von nun an die Pille für zwei bis drei Monate weglassen werde. Mein ganz persönliches Experiment beginnt also in 4 Tagen.

23.7.15 23:12, kommentieren

Die Nebenwirkungen - Juni 2015

Und so begann ich im Juni wieder meine gewohnte Pille, die Microgynon, einzunehmen, nachdem ich den zweiten Zyklus mit dem NuvaRing unterbrochen hatte. Ich erhoffte mir Besserungen und die traten auch ein. Ich fühlte mich wieder lebendiger und ging wieder zum Sport, feiern und sogar auf ein Festival. Ich war wieder regelmäßig in der Uni und hatte auch mit meinem Freund und meinen Freundinnen wieder Spaß. Jedoch hatte sich etwas verändert.

Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich bin mir sicher, viele von euch werden das Gefühl kennen: Ich fühlte mich irgendwie nur zu 80% anwesend und körperlich fit. Irgendetwas in mir hinderte mich, ich zu sein. Es gab Tage, an denen es mir richtig gut ging und Tage, an denen ich mich am liebsten nur auf dem Sofa verkrochen hätte. Manchmal hielt so eine Phase nur wenige Minuten oder Stunden an, manchmal jedoch auch über mehrere Tage. Mich hat das ganze wahnsinnig gemacht. Meine Lust auf Sex verschwand fast vollkommen (kein Wunder, wenn man auch so sehr mit sich selbst zu tun hat) und ich konnte nachwievor hervorragend heulen und alles überinterpretieren. In meinen Tiefphasen konnte ich zudem kaum etwas Essbares runterbekommen und trotzdem habe ich das Gefühl, unheimlich unförmig geworden zu sein.

Ich bin froh, dass meine Familie, mein Freund und meine nahestehendsten Freunde so verständnisvoll sind und immer ein offenes Ohr für mich haben. Manchmal habe ich ein ganzes Treffen mit meinem Freund nur damit verbracht zu weinen, aber ich bin immer wieder gestärkt da raus gegangen.

Um körperliche Ursachen ausschließen zu können vereinbarte ich einen erneuten Termin bei meinem Hausarzt. Auch dieser war der "Diagnose: Hormone" nicht abgeneigt, wollte jedoch zudem ein großes Blutbild machen. Nachdem wenige Tage später die Befunde da waren und jegliche Mängel, so wie auch eine Fehlfunktion der Schilddrüse (diese ist für die Regulierung der Hormone zuständig) und eine Borelliose ausgeschlossen werden konnte, machte ich mir Gedanken darüber, ob ich einen psychischen Knacks hatte. Ich las viel über Depressionen und psychische Erkrankungen im Internet, machte sogar "do-it-yourself"-Tests zu diesem Thema. Alle hatten regelmäßig während meiner Tiefphasen das gleiche Ergebnis: leichte Verstimmungen. Mit den wirklichen Äußerungen Betroffener konnte ich mich jedoch nie identifizieren.

Ich hoffte einfach weiterhin, dass meine Verstimmungen durch die Pille nach und nach abnehmen würden und ich irgendwann wieder vollkommen ich sein konnte.

23.7.15 22:53, kommentieren