Über

Hallo Liebe Mädels,

in meinem Blog geht es um das Thema hormonelle Verhütung und Nebenwirkungen dieser.

Dies ist meine ganz persönliche Geschichte und ich hoffe, dass sie euch weiterhelfen kann. 

Über eure eigenen Erfahrungen zu dem Thema würde ich mich auch wahnsinnig freuen. 

Viel Spaß auf meinem Blog

Alter: 27
 


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Blog

~ Was die Hormone 2 Jahre später noch mit mir machen ~

Kaum zu glauben, dass mein ganzes Hormonchaos schon 2 Jahre her ist. 2 Jahre, die mein Leben komplett auf den Kopf gestellt haben.

Nach all den Stimmungsschwankungen, Depressionen und Angstattacken im Sommer 2015 musste ich lernen, mein Leben wieder neu zu gestalten. Es fiel mir nicht immer leicht, zu akzeptieren, dass ich mich durch diese Zeit sehr verändert habe. Manchmal vermisse ich mein altes Ich: die unbeschwerte, chaotische, immer fröhliche und abenteuerlustige Frau ohne jegliche Furcht oder Zweifel. Aber ich habe akzeptiert, dass mich die Zeit der Hormonumstellung geprägt hat und ich habe gelernt, diese Seite in mein Leben zu lassen, aber nicht Teil meines Lebens zu werden.

Heute lebe ich größtenteils beschwerdefrei. Zyklusbedingt habe ich auch heute noch gute und schlechte Tage. In den guten Tagen erkenne ich mein Leben, so wie es früher war. Ich genieße es wieder unbeschwert glücklich sein zu können. Und gottseidank überwiegen diese Tage mittlerweile! An den schlechten Tagen klammere ich mich an den Gedanken, dass sie bald vorüber sind und versuche trotzdem, diese Tage bestmöglich, wenn auch weniger aktiv zu verbringen. Denn an diesen Tagen möchte ich mich am liebsten zu Hause verkriechen und weinen. So geht es mir immer um meinen Eisprung, wenn die Hormone ein wildes Chaos in meinem Körper veranstalten. Ich versuche die dann ab und zu aufkommende Ängstlichkeit zuzulassen, aber immer mit dem Hintergedanken zu vertreiben, dass sie mich nicht bestimmen kann. Ich erinnere mich dann immer an all die guten Zeiten und erkenne alleine aus der Erinnerung, dass diese Negativität nicht mein wahres Ich, sondern nur eine kurze Phase ist.

Momentan ist noch unklar, ob auch noch bestehende hormonelle Probleme Auslöser für meine Tiefs im Zyklus sind. Aber alleine das Wissen, die Hormone als Grund für diese Schwankungen zu kennen, erleichtert mir den Umgang mit den Symptomen sehr.

Auch nach 2 Jahren hat sich an meiner Sichtweise für die Pille nichts verändert. Hormonelle Verhütung möchte ich meinem Körper schon aus psychischen Gründen nicht noch mal antun. Ob ich die Pille jedoch vor 2 Jahren abgesetzt hätte, wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt, könnte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bejahen. 

 

30.8.17 14:39, kommentieren

~ Welches Verhütungsmittel ist das Richtige? Von der Pille über den Nuvaring und NFP zur Kupferkette

Vor dem Absetzen der Pille habe ich mir diese Frage nie gestellt. In der Gesellschaft gab es gar keinen Zweifel daran, dass die Pille das neuzeitige must-have in Sachen Verhütungsmitteln ist. Und doch gibt es so viele Alternativen.

 

Hormone, die Pille und der Nuvaring

Als Alternative zur Pille wollte ich mich im Frühjahr 2015 mit dem Nuvaring versuchen. Für mich gab es damals keinen Grund, das Verhütungsmittel zu wechseln. Ich wollte einfach der Bequemlichkeit halber auf das tägliche Einnehmen der Pille verzichten. Das dieser Versuch sehr schnell gescheitert ist könnt ihr in den vorherigen Posts lesen. Meiner Meinung nach sind Hormone gleich schlecht, egal, aus welchem Verhütungsmittel sie kommen. Die Pille, der Nuvaring, die Hormonspirale und auch das Hormonstäbchen haben eines gemeinsam - nämlich die Hormone. Das ist auch der ausschlaggebende Punkt, warum ich davon nur jedem Abraten kann. Die Liste meiner Nebenwirkungen nach den Erfahrungen mit der Pille und dem Nuvaring sind einfach zu lang und die Erinnerungen an die schlechte Zeit noch zu präsent bei mir.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich die Hormonspirale und auch den Nuvaring in der Handhabung praktischer finde als die Pille. Jedes Mädchen und jede Frau kennt es, dass sie immer daran denken muss, ihren Pillenblister mitzunehmen. Da gibt es nicht spontan die Chance, auswärts zu schlafen oder länger weg zu bleiben. Außerdem ist bei der Pille die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie vergessen wird oder durch äußere Umstände nicht wirken kann (Medikamente, Durchfall, Erbrechen).

Der Nuvaring wird nach der Periode eingesetzt und gibt dann für 3 Wochen lang Hormone ab, bevor er erneuert wird. Einziger Nachteil hierbei (neben der Hormone) ist der Fakt, dass ich ihn beim Sex gespührt habe und er auch manchmal mit rausgekommen ist. Die Hormonspirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort Hormone ab. Ich weiß aus Erzählungen, dass hier das Einsetzen etwas schmerzen könnte - damit habe ich aber keine Erfahrungen gemacht.

 

Natürliche Familienplanung - NFP

Nach meinem ganzen Hormonchaos bin ich noch im Sommer 2015 auf NFP umgestiegen. NFP bedeutet ausgeschrieben Natürliche Familienplanung. Die Bedeutung des Wortes war damals allerdings so gar nicht mein Ziel - ich wollte weiterhin verhüten, was mit dieser Methode hervorragend geht. Allerdings hat auch diese Methode für mich Nachteile. Der Umgang mit dem eigenen Körper wird wieder bewusster, was für mich ein sehr großer Vorteil war. Allerdings gibt es bestimmte Tage im Zyklus, in denen zusätzlich mit Kondom verhütet werden muss. Man muss lernen, seinen Körper genau zu deuten, dann hatte ich auch kein Problem, in meinen Körper und meine Fähigkeiten zu vertrauen und ruhigen Gewissens Sex zu haben. Mit dem Ende meiner Beziehung war mir diese Methode allerdings zu unsicher. Auch wenn sie das laut Perl-Index nicht ist, konnte als Single nicht so frei über mein Sexleben entscheiden, wie in einer Beziehung und ich hatte keinen Partner an meiner Seite, der auf diese Methode mit mir vertraute und Verständnis dafür zeigte. Daher habe ich mich an einer weiteren Methode probiert.

 

Die Kupferspirale

Seit Juli 2016 trage ich jetzt die Kupferkette in mir. Diese bleibt für fünf Jahre in meiner Gebärmutter verankert und sorgt mit Hilfe der Kupferionen für eine genauso sichere Verhütung wie die Pille und fast alle anderen Verhütungsmittel. Seit dem Tag des Einsetzens muss ich mir daher keine Gedanken mehr um weitere Verhütung machen, was ziemlich angenehm ist. Das Einsetzen tat allerdings ein wenig weh und mir gefällt der Gedanke, dass da etwas in mir drin gegen eine Schwangerschaft arbeitet ehrlich gesagt nicht so gut. Aber für die jetzige Situation ist die Kupferkette für mich die bessere Alternative.

Mit einem festen Partner an meiner Seite wäre NFP nach wie vor die Verhütungsmethode meiner Wahl. Später werde ich bestimmt auch wieder darauf zurückgreifen.

 

26.11.16 16:51, kommentieren

~ Meine Beziehung - wie sich im März 2016 alles änderte ~

Ich habe in einem anderen Posting schon einmal etwas über meine Beziehung geschrieben. Mein Freund und ich waren 4 Jahre zusammen, bevor sich irgendwie alles änderte. Ein halbes Jahr nach Absetzen aller hormonellen Verhütung haben wir uns getrennt. Genauer gesagt hat er sich von mir getrennt, weil ich ihn unmenschlich behandelt habe.

 Ich kann aus vollstem Herzen sagen, dass ich nie auch nur einen Moment daran gezweifelt habe, dass diese Beziehung genau das ist, was ich möchte - das dieser Mann genau derjenige ist, neben dem ich jeden Morgen aufwachen möchte bis ans Ende unseres Lebens. Ich konnte mir alles mit ihm vorstellen: ein Haus, eine Familie und Kinder. Ich wollte abends zu seiner Musik einschlafen und ich wollte morgens mit dem Geräusch des Öffnens einer Fritz-Kola Flasche aufwachen. Ich wollte sogar für immer diesen Rauchgeruch an mir riechen, nachdem er aus dem Haus gegangen ist. Ich wollte spontan an fremde Orte reisen und ich wollte seine Offenheit anderen Menschen und Kulturen gegenüber mit ihm leben. Ich wollte mich mit ihm in die Zukunft treiben lassen, obwohl ich immer alles weit im Voraus planen musste. Und ja, ich habe sogar seine Birkenstockschuhe und seinen schlechten Modegeschmack an ihm geliebt.

Und plötzlich schienen da keine Gefühle mehr im Spiel gewesen zu sein. Können denn Gefühle einfach so verschwinden? War ich zu sehr mit mir und meinen eigenen Problemen beschäftigt und habe das Wesentliche unserer Beziehung aus den Augen verloren? Plötzlich wollte ich ihn nicht mehr. Ich brauchte ihn nicht mehr. Ich konnte mich wieder auf mich und mein neues Leben einlassen. Mir ging es endlich wieder gut und ich warf meinen Freund aus diesem Leben als sei er ein Stück Balast aus alten Zeiten.

Ich kann gar nicht beschreiben, was für eine Charakterstärke er auch in dieser allerschlimmsten Zeit immer wieder gezeigt hat. Er gab mir Zeit, mit mir selbst klar zu kommen und mich zu finden, während es ihm so schlimm ging wie noch nie, weil ich ihn nicht beachtete. Er gab mir den Freiraum und meldete sich nicht, machte seinen Kummer alleine mit sich aus. Und er war derjenige, der letzendlich die Entscheidung für uns fällte, getrennte Wege zu gehen. Auch jetzt ist er immer noch ein guter Freund und ich bin dankbar, ihn in meinem Leben zu haben. Wir haben nach wie vor so viele Gemeinsamkeiten und wenn wir uns sehen fühlt es sich immer noch wie Urlaub an.

Ich kann auch heute noch nicht verstehen, warum sich unsere Wege getrennt haben und auch jetzt laufen mir beim Schreiben noch Tränen über die Wangen...

27.10.16 15:37, kommentieren

~ 6 Monate ohne Pille ~

Ich kann gar nicht glauben, dass schon ein halbes Jahr vergangen ist, seitdem ich die Pille komplett abgesetzt habe.

Mittlerweile spüre ich meinen Zyklus deutlich. In der ersten Hälfte ist alles super, um den Eisprung herum habe ich öfter ein Ziehen im Unterleib und auch mal Rückenschmerzen und in der zweiten Zyklushälfte habe ich teilweise unglaublichen Heißhunger und zudem vermehrt Pickelchen im Gesicht.

Nachdem ich auch Haarausfall hatte nach dem Absetzen (was sich aber auch in Grenzen gehalten hat), sehe ich jetzt deutlich, dass kleine Härchen nachwachsen. Ich wünsche mir ja ein bisschen, dass mein Haar wieder so voluminös und kräftig wird, wie vor der Pilleneinnahme. Mit den wenigen Pickeln im Gesicht kann ich ganz gut umgehen, die verschwinden auch recht schnell wieder.

Ich merke immer mehr, dass ich wieder "ganz die Alte" werde. Ich habe wieder Spaß daran, mich mit Freunden zu treffen, in die Uni zu gehen und erfolgreich zu lernen, meine Freizeit ausgiebig zu genießen, Sport zu machen und auch wieder Pläne für die Zukunft zu schmieden. Noch vor wenigen Monaten ging es mir so schlecht, dass ich nicht mal etwas für den kommenden Tag planen konnte und jetzt plane ich schon wieder den nächsten Urlaub

An alle Mädels, die gerade die gleichen Symptome durchleben: Haltet durch! Es dauert seine Zeit, aber euer Körper wird es euch danken! 

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 *--*********-*******-*-******






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht
 
Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve:

 

 

24.1.16 18:53, kommentieren

~ 5 Monate ohne Pille ~

Da meine Zyklen zumindest von der Länge her recht zuverlässig sind stimmt das Ende des 5. Monats ohne Pille zeitgleich auch mit dem Ende des 5. Zyklus ohne Pille überein.

Viel mehr Zuverlässiges kann ich in meinem Zyklus aber leider noch nicht finden. Ich hatte in der ersten Zyklushälfte für mich bisher unbekannt dolle Unterleibsschmerzen, merkte zum Temperaturanstieg und dem damit verbundenen vermeintlichen Eisprung in der Mitte des Zyklus allerdings körperlich keine Veränderungen und hätte damit verbunden auch meine Periode viel zu früh. Auch wenn ich meine, mich in die Anwendung der NFP mit dem Temperaturmessen und der Zervixschleimauswertung bereits gut eingefunden zu haben, verhüten wir auch weiterhin zusätzlich noch mit Kondomen bis mein Zyklus wirklich sicher auszuwerten ist und auch für mich keine Zweifel an den unfruchtbaren Tagen bleiben.

Im letzten Monat konnte ich ganz ungewohnte Essgewohnheiten an mir feststellen. Natürlich gibt es Tage, an denen man mehr isst, als an anderen. Aber ich esse momentan entweder unglaublich viel und auch ungesund oder habe gar keinen Appettit. Leider fühle ich mich daher auch in meinem Körper gerade nicht sonderlich wohl, was ich gerne wieder ändern würde. Ich mache zwar Sport (Zumba, Joggen, Fitnessstudio), jedoch weitaus weniger, als ich es vor dem ganzen Hormonchaos getan habe. Ich glaube, ich habe nicht unglaublich zugenommen, aber fühle mich unförmig und damit einfach nicht wohl.

Meine Haut spielt gerade auch wieder sehr verrückt - besonders im Gesicht und auf dem Rücken habe ich viele kleine Pickelchen und trockene Stellen, die ich üblicherweise nicht habe. In der ersten Zyklushälfte hatte ich dafür wieder mal vermehrten Haarausfall, was sich mittlerweile auch an der Gesamtfülle der Haare erkennen lässt. Ich möchte im nächsten Zyklus mal besonders darauf achten, ob es da wirklich einen Zusammenhang mit den Zyklusphasen gibt.

Mein beschriebenes Sodbrennen habe ich nun auch seit einigen Wochen nicht mehr gespürt, allerdings habe ich immer noch ab und zu teils heftige Rückenschmerzen - und das nicht nur während meiner Periode. Das ist auch der Grund für meinen nächsten Frauenarztbesuch. Da habe ich dann doch ein wenig Bedenken, dass etwas organisch in meinem Unterleib nicht okay ist. Bei der Gelegenheit werde ich auch direkt nach einer erneuten Blutentnahme zur Überprüfung der Hormonwerte fragen, denn meine Stimmung und allgemeine Gefühlslage spielt an manchen Tagen doch noch sehr verrückt, auch wenn es verglichen mit vor vier Monaten um Welten besser ist.

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 *******--**************-**--






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht
 
Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve: 
 

 

21.12.15 23:28, kommentieren

~ Wie lange braucht der Zyklus, sich wieder zu finden - Ein Überblick über meinen postpill Zyklus ~

Nach dem Absetzen der Pille hört man häufig von Unregelmäßigkeiten im Zyklus - besonders wenn man bereits über einen längeren Zeitraum hormonell verhütet hat. In 9 Jahren Pilleneinnahme hatte ich nie Probleme mit der Länge meines Zyklus oder mit Schmerzen während meiner Abbruchsblutung.

Mich hat es extrem überrascht, dass meine ersten 2 Perioden nach Absetzen der Pille so reibungslos und schmerzfrei verliefen. Nach genau 28 Tagen fing meine Menstruation an und dauerte sogar noch kürzer als meine Abbruchsblutung unter der Pille. So hatte ich nur 2 Tage leichte Blutungen und Schmierblutungen. Mein Körper funktionierte scheinbar immer noch wie ferngesteuert.

Ab dem 3. Zyklus postpill habe ich begonnen, die NFP-Methode für mich zu erforschen und zu testen. Ich messe also jeden Morgen meine Temperatur und beobachte zusätzlich meinen Zervixschleim. Diese Methode ist (bei korrekter Ausführung, so wie alle anderen Verhütungsmethoden) übrigens mindestens genauso sicher, wie die herkömmliche Pille. Meine Messungen haben auch hier die ersten 3 Monate ergeben, dass mein Körper noch immer nicht eigenständig funktioniert. Ich hatte nicht nur einen verlängerten Zyklus (37 Tage), sondern laut NFP-Auswertung auch keinen Eisprung.

Im 4. Monat nach Absetzen der Pille habe ich zum ersten Mal so etwas wie Mittelschmerz in der Zyklusmitte gespürt und ich glaube, in diesem Zyklus auch das erste Mal einen Eisprung gehabt zu haben.

Trotzdem kann man auch ein halbes Jahr nach Absetzen der hormonellen Verhütung noch sehen, dass mein Körper sich noch nicht regeneriert hat. Ich habe zwar meine Tage, aber die Zykluslänge variiert noch ein bisschen und verlässliche Messungen lassen sich noch nicht erkennen.

Macht euch also nicht verrückt, wenn euer Zyklus länger dauert, oder ihr nicht sofort eure Periode bekommt oder auch mal einen Zyklus ohne Eisprung habt - der Körper braucht Zeit, um sich wieder zu normalisieren.

12.12.15 23:28, kommentieren

~ 4 Monate ohne Pille ~

Mein Körper und auch mein Kopf fühlen sich ohne die Pille sichtlich wohl!

Nach all den Schwierigkeiten durch die hormonelle Verhütung habe ich dem Ganzen wohl für immer Abgedankt - ich kann mir nicht vorstellen, dass sich meine Psyche nochmal mit einer solchen Verhütungsmethode zufriedenstellen würde.

Auch wenn ich immer noch Tage zwischendurch habe, an denen es mir nicht richtig gut geht, so kann ich mein Leben doch endlich wieder frei und unbeschwert genießen. Ich glaube mit meinen Launen auch einen Zusammenhang in meinem Zyklus erkennen zu können. Doch auch der ist noch nicht regelmäßig und richtig auswertbar, deshalb ist das alles noch ein wenig unüberschaubar und neu für mich.

Ich werde wohl weiterhin geduldig sein müssen und meinem Körper die Chance geben, sich komplett zu erholen und wieder neu zu finden.

Aber ich konnte endlich wieder mit intensiverem Sport beginnen. Nach einer fast halbjährigen Pause hat mich eine Stunde Zumba richtig umgehauen und ich hatte fast eine Woche lang Muskelkater! Seither trainiere ich aber fleißig weiter, um meinem Körper mal wieder zu ein wenig Fitness und Energie zu verhelfen.

Ich habe mich auch das erste Mal seit langem wieder auf eine Party getraut. So richtig mit tanzen, zu viel Alkohol und zu lange aufbleiben. Mein Körper hat eine(!!) Woche gebraucht, um sich davon wirklich zu erholen. Das brauche ich so schnell nicht wieder und deshalb versuche ich zur Zeit, meinem Körper so wenig schädliches, wie möglich zuzuführen.

Phasenweise hatte ich im 4. Monat ohne die Pille vermehrten Haarausfall, aber bisher noch nicht so schlimm, wie ich es von anderen Frauen gelesen hatte. Meine Haut ist auch unreiner, aber damit kann ich ganz gut umgehen. Ich brauche keine babyweiche Haut und richtig schlimme Pickel habe ich auch nicht - aber halt mehr als zur Einnahme der Pille. Zudem habe ich in diesem Zyklus Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich gehabt. Häufig traten diese nach längerem Stehen oder Gehen auf und fühlten sich richtig unangenehm an - an dieser Stelle kannte ich Rückenschmerzen bisher nicht! Eine weitere unangenehme Sache, die ich feststellen konnte war ein leichtes Sodbrennen. Nach Suppe, nach Smoothies, nach Sandwiches - damit hatte ich zuvor auch nie zu kämpfen!

Aber ich bin froh, schon bis hierher gekommen zu sein und ich fühle mich wohl mit meiner Entscheidung, meinen Körper quasi einmal zu reseten.

 

So sah meine Laune diesen Monat aus:

 **-**-------****--************






























* = gut
- = mittel
_ = schlecht

 

Und für alle NFP-Interessierten hier meine Kurve: 


4.12.15 00:42, kommentieren

~ Meine Beziehung - Wie mein Freund in der schweren Zeit mit mir gelitten hat ~

Seit 4 Jahren bin ich nun schon mit meinem Freund zusammen. 4 Jahre auf die ich voller Glück zurückblicken kann. Wir können schon so viele gemeinsame schöne Erinnerungen teilen und haben mit Absetzen der Pille nun unsere erste Beziehungskrise durchstehen müssen.

Wir sind ein echt harmonisches Paar - so gleich und auch in einigen Eigenschaften sehr verschieden. Aber wirklichen Streit oder große Probleme kannten wir bis zum Absetzen der Pille nicht. Er ist nicht nur der Mann an meiner Seite sondern gleichzeitig auch mein bester Freund. Er stand mir während meiner wirklich schweren Zeit nach dem Absetzen der Pille als unglaublicher Fels in der Brandung zur Seite. Über 4 Monate hat er meine ständigen Heulattacken ausgehalten, mir zugehört, wenn ich ihm immer wieder mein Leid geklagt habe und er hat in den richtigen Momenten Worte zum trösten gefunden oder gemeinsam mit mir geschwiegen. Manchmal konnte ich ihm die Hilflosigkeit ansehen und es tat mir so leid für ihn. Aber wie sollte ich beschreiben, wie es mir ging, wenn ich es selbst nicht definieren konnte.

Ich weiß, dass ich mit ihm glücklich bin und es immer war, aber trotzdem gab es eine Zeit nach dem Absetzen der Pille, während der ich das erste Mal an all dem gezweifelt habe.

Die schlimmste Zeit nach dem Absetzen hatten wir eigentlich schon überstanden. Es war im dritten und vierten Monat nach dem Absetzen. Ich hatte plötzlich keine Lust mehr, mich mit meinem Freund zu treffen und war ihm gegenüber immer sehr ausweichend und auch verletzend. Er tat mir unglaublich leid, weil ich merkte, wie sehr er unter der Situation litt und dass er Angst um unsere Beziehung hatte. Wir hatten über 2 Monate keinen Sex und jegliche Annäherungsversuche wies ich gekonnt ab.

Nach ein paar Wochen hatten sich diese merkwürdigen Gedanken gottseidank gelegt. Und unser Leben hat wieder seinen geregelten Ablauf genommen. Wir haben wieder Sex und ich haben ihn wieder gerne bei mir und um mich. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich wieder so glücklich und zufrieden bin, wie immer.

15.11.15 22:41, kommentieren

~ 3 Monate ohne Pille ~

Willkommen im 3. Zyklus postpill!

Meine zweite Periode nach Absetzen der Microgynon verlief ganz merkwürdig - vermutlich kann man das nicht mal richtig als Periode bezeichnen. Ich hatte einen Tag lang leichte Blutungen, am zweiten Tag war nichts zu sehen oder spüren und am dritten und letzten Tag waren nur noch leichte Schmierblutungen da - dann waren meine "Tage" auch schon wieder vorüber.

Mit Ende meiner zweiten Periode ging meine Stimmung jedoch endlich rapide bergauf! Endlich! Ich konnte meine Tage wieder unbeschwert starten und auch mal wieder etwas mit Freunden planen, ohne ständig absagen zu müssen. Das einzige, was kurzzeitig noch geblieben ist ist die Schlappheit. Nach einem Unitag war ich die ersten Tage wirklich ausgelaugt und musste mich erstmal ein wenig hinlegen, auch wenn ich nicht geschlafen habe. Aber auch das hat sich bereits wieder gelegt. Richtigen Ausdauersport traue ich mir auch noch nicht zu, obwohl ich zuvor immer sehr aktiv war.

Ich habe mir endlich eine neue Frauenärztin gesucht, die unglaublich viel Verständnis und gute Worte für mich parat hatte, da sie aus Verbrauchersicht auch schon negative Erfahrungen mit der Pille machen musste. Sie untersuchte mich gründlich und redete mir gut zu, meinem Körper ein halbes Jahr Zeit zu geben, um sich wieder zu normalisieren. Zudem riet sie mir von weiterer hormoneller Verhütung ab und klärte mich über Alternativen auf.

Leider habe ich auch momentan noch nicht so wirklich Lust auf Sex, was die Wahl der Verhütungsmittel zur Zeit noch sehr vereinfacht. Ich habe seit diesem Zyklus angefangen, meine Temperatur zu beobachten und möchte mich in die NFP einlesen. 

Auch 3 Monate nach Absetzen der Pille habe ich manchmal leichte depressive Vertimmungen, die aber gottseidank nicht mehr lange anhalten und auch stetig weniger werden. 

*--*--*-*******----****-*****-****

* = gut
- = mittel
_ = schlecht

 

Als Nachtrag: mein 3. postpill Zyklus dauerte 37 Tage.

Und für alle NFP-Begeisterten hier einmal meine Temperaturkurve: 


19.10.15 17:27, kommentieren

~ 2 Monate ohne Pille ~

Willkommen im 2. Zyklus postpill!

Meine erste Periode nach Absetzen der Pille kam pünktlich nach einem 28-Tage Zyklus. Sie war von der Länge und der Intensität her vergleichbar mit meinen Abbruchsblutungen unter der Pille. Pünktlich zu meiner Periode wurde ich allerdings auch krank, eine richtige Erkältung, die mich nochmals ans Bett fesselte.

Nachdem ich soweit erkältungstechnisch wieder gesund war, gingen meine hormonellen Probleme jedoch weiter. Ich hatte 2 Zusammenbrüche. Ich weiß nicht, ob sie nervlich oder psychisch waren, oder ob es Angst- oder Panikattacken waren - ich kenne mich mit soetwas einfach nicht aus. Ich war unterwegs in der Stadt, mir wurde schwindelig und schlecht, ich fühlte mich unwohl und hatte zeitweise das Gefühl, nicht richtig anwesend zu sein. Ich hatte Angst, umzukippen und fing an zu weinen. Dazu hatte ich eine Art Ohrensausen, wodurch alle Geräusche unangenehm laut erschienen. Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich überhaupt nach Hause gekommen bin. Nach 2-3 Stunden Ruhe verschwanden die Symptome dann endlich wieder. Einen ähnlichen Anfall hatte ich 2 Wochen später zu Hause beim Essen noch einmal. Zwischendurch war mir immer wieder schwindelig, ich hatte Kopfschmerzen, mir war schlecht und ich fühlte mich einfach nicht ganz fit auf den Beinen. Zeitweise hatte ich zudem den Verdacht, an Migräne zu leiden.

Ich ging also zu einem anderen Hausarzt, der endlich die Hormone als Ursache meiner Beschwerden nicht mehr ausschloss, jedoch anderweitige Probleme auch ausschließen wollte. Also bekam ich einen Termin beim HNO (wegen des Ohrensausens und des Schwindels), beim Kardiologen (Langzeit-KG wegen des Schwindels) und zusätzlich wurde nochmals mein Blut untersucht. Aber alle Untersuchungen verliefen ergebnislos.

Zudem hatte ich meinen Termin bei einer Endokrinologin, die meinen Hormonstatus durch eine Blutabnahme untersuchen wollte. Leider war ich mit meinem Besuch bei ihr nicht sehr zufrieden. Sie spielte den Zusammenhang zwischen hormonellen Problemen und der Pille sehr herunter, was mich ziemlich an mir selbst zweifeln lies. Auch das Ergebnis der Blutentnahme spielte sie gekonnt herunter, obwohl ich dann in anderen Foren lesen durfte, dass meine Ergebnisse alles andere als gut seien, was jedoch auch am Absetzen der Pille liegen könne. Eine Entnahme zur Kontrolle der Homonwerte sei bestenfalls 6 Monate nach Absetzen der Pille sinnvoll. Ich überlegte sogar schon, zu einem Psychiater zu gehen, damit er irgendein Problem aus mir rauskitzelt, das es zu bearbeiten gibt, damit es mir endlich besser geht. 

Ich war immer noch ziemlich sensibel und habe oft grundlos geweint und ich war vor allen Dingen kaum noch belastbar. Ich habe darauf geachtet, dass ich trotz der Schlappheit jeden Tag wenigstens ein bisschen vor die Tür gehe. Aber oftmals war ich danach auch vollkommen erschöpft und habe erstmal ein wenig Ruhe oder sogar Schlaf gebraucht.

Meine allgemeine Stimmung sah folgendermaßen aus:

------_*******---__-*--*****--

* = gut
- = mittel
_ = schlecht 

20.9.15 16:53, kommentieren

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