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Hallo Liebe Mädels,

in meinem Blog geht es um das Thema hormonelle Verhütung und Nebenwirkungen dieser.

Dies ist meine ganz persönliche Geschichte und ich hoffe, dass sie euch weiterhelfen kann. 

Über eure eigenen Erfahrungen zu dem Thema würde ich mich auch wahnsinnig freuen. 

Viel Spaß auf meinem Blog

Alter: 26
 


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Blog

Die Nebenwirkungen - Mai 2015

Nachdem ich also auf den NuvaRing gewechselt hatte bemerkte ich vorerst keine Veränderung. Erst mit Beginn des zweiten Zyklus bemerkte ich schlagartig, dass etwas mit mir nicht stimmt. Ich habe mich die erste Woche so schlapp und müde gefühlt, dass ich mich bei meinem Hausarzt sogar habe krankschreiben lassen. Dazu kamen ständig negative Gedanken, über Dinge, mit denen ich mich sonst nicht beschäftige: "Warum geht es den Menschen in Syrien so schlecht", "Was für schlechte Laune manche Arbeitslose haben müssen, wenn sie keine sinnvolle Tagesbeschäftigung haben". Die genannten und viele weitere Beispiele waren weder Themen, mit denen ich mich sonst auseinandergesetzt habe, noch betreffen sie mich unmittelbar. Trotzdem konnte ich mich hervorragend in etwas hineinsteigern, sodass ich sehr oft Heulattacken bekam. Ich muss dazu anmerken, dass ich nie ein besonders nachdenklicher Mensch gewesen wäre, sondern eher tough, lebensfroh und stressresistent. Geweint habe ich nur, wenn es dazu einen wirklichen Anlass gab und nicht, weil eine Szene bei GZSZ soo traurig war.
 
Ich habe den Grund für meine physischen und psychischen Beschwerden jedoch nicht direkt bei meinem Verhütungsmittel gesehen. Auch mein Arzt meinte, ich hätte vielleicht zu viel Stress in der Uni und schrieb mich noch eine Woche krank. Jedoch hatte ich für mein Empfinden nicht übermäßig viel Stress. Natürlich gab es hier und da Ausarbeitungen zu schreiben und Referate zu halten, aber das gab es so auch die vorherigen Semester zu bewältigen. Einzig meinen Nebenjob empfand ich als lästig und wenig spaßig. Deshalb entschied ich mich dazu, diesen zu kündigen.
 
Nachdem ich auch in der zweiten Woche meines zweiten Zykluses unter dem NuvaRing immer noch nicht richtig aus dem Bett kam und sich auch meine Stimmungslage nicht besserte fing ich an, im Internet nach Ursachen zu suchen und bekam fast ausschließlich die "Diagnose: Hormone" zu lesen. Ich las und las so unglaubliche viele Geschichten von Frauen, denen es ähnlich ging, wie mir. Deshalb war ich auch sehr froh, dass ich noch in der gleichen Woche einen Termin bei meinem Frauenarzt bekam.
 
Diesem schilderte ich mein Problem und bekam eigentlich nur Unverständnis entgegengebracht. Sein Argument war, dass der NuvaRing so gering dosiert sein würde, dass Stimmungsschwankungen wirklich sehr unwahrscheinlich seien und ich zudem erst einmal drei Monate abwarten solle, da sich der Körper an die Umstellung gewöhnen müsse. Aber meine Entscheidung stand fest: Ich wollte diesen Ring nicht mehr. Zusätzlich zu meiner Unsicherheit wegen der extremen Stimmungsschwankungen muss ich auch erwähnen, dass ich den Ring beim Sex gespürt habe und er sogar fast jedes Mal mit herausgezogen wurde. Das empfand ich einfach als Störfaktor, der mich in meinem Beschluss, den Ring wieder abzusetzen, bestärkte.
 
Auf meinen Entschluss hin verschrieb mir mein Frauenarzt also meine "alte" Pille, die Microgynon wieder. Diese hatte ich ja zuvor auch problemlos vertragen.

23.7.15 22:31, kommentieren

Die Veränderung

Im April diesen Jahres entschied ich mich dazu, nach 9 Jahren die Pille gegen den NuvaRing einzutauschen. Der NuvaRing ist, ebenso wie die Pille, ein hormonelles Verhütungsmittel, dass jedoch vaginal eingeführt wird. Dort verbleibt der Ring und gibt für 3 Wochen in gleichmäßigen Abständen Hormone an den Körper ab. Während der Periode wird der NuvaRing entfernt und zu Beginn eines neuen Zyklus wird dann ein neuer Ring eingeführt.

Ich habe diesen Ring als eine praktische Art der Verhütung gesehen und fand die Vorstellung toll, nicht mehr jeden Abend an die Einnahme der Pille denken zu müssen. Von vielen meiner Freundinnen hatte ich zudem bisher nur positives von der Nutzung des NuvaRings gehört. Dazu gehörten nicht nur die einfache Verwendung, sondern auch eine Gewichtsreduktion, vermehrtes Lustempfinden beim Sex oder der Ring wurde nach verzweifelter Suche nach der richtigen Pille ohne Nebenwirkungen als wirkungsvolle Alternative empfunden.

Als ich mit diesem Anliegen zu meinem Frauenarzt kam, war er begeistert vom NuvaRing und hatte auch nur positives über den Ring zu erzählen. Dadruch war ich nochmals darin bestärkt, mein Verhütungsmittel umzustellen und begann somit ab April 2015 mit dem NuvaRing zu verhüten. 

23.7.15 22:04, kommentieren

Die Vorgeschichte

Wie bei so vielen anderen Mädels auch stellte sich bei mir mitten in der Pubertät im Alter von 15 Jahren die Frage nach einer sicheren und einfachen Verhütungsmethode, da ich mit meinem ersten festen Freund zu dieser Zeit schon mehrere Monate zusammen war. Also machte meine Mutter einen Termin bei einem Frauenarzt in der Umgebung, der mir nach kurzer und nicht sehr ausführlicher Beratung eine anscheinend sehr gängige Pille verschrieb - die Microgynon. 

So, wie die meisten meiner Freundinnen, nahm ich also über all die Jahre eine Menge Hormone zu mir und konnte auch bis zu diesem Jahr - 9 Jahre nach verschreiben der Pille - keine merkbaren Veränderungen oder Nebenwirkungen durch die Pille feststellen. Mit Beginn der Pilleneinnahme nahm ich lediglich etwas zu, auch hatte ich das Gefühl, insgesamt fraulicher geworden zu sein. Natürlich entwickelt man sich in jungen Jahren generell sehr schnell weiter, weshalb ich nicht weiß, ob die Pille überhaupt ein Grund dafür war.

Ich hatte bis dahin durchgängig (natürlich mit der monatlichen einwöchigen Pause) immer die gleiche Pille genommen und kannte meinen weiblichen Körper demnach ohne hormonellen Einfluss gar nicht richtig. 

23.7.15 21:50, kommentieren