35 Tage ohne Pille

Mittlerweile bin ich in meiner 6. Woche ohne die Pille als Verhütungsmittel. In den letzten Tagen ging es mir damit nach all den Rückschlägen endlich  erstaunlich gut. Meine derpressiven Verstimmungen sind seit einer Woche ungefähr fast komplett verschwunden und damit natürlich auch meine ständige schlechte Laune und Antriebslosigkeit. Ich kann endlich wieder täglich etwas unternehmen und meine Semesterferien genießen.
 
Ich habe jetzt bereits meine ganzen Semesterferien und einen Teil meines letzten Semesters damit verbracht, die Nebenwirkungen der Pille und die des Absetzens zu verarbeiten und weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich überhaupt fähig gewesen wäre, weiter zu studieren geschweige denn zu arbeiten während dieser ganzen Zeit. In der Anfangsphase, als ich die Probleme beim Wechsel von der Microgynon auf den Nuvaring hatte, war ich bereits schon zwei Wochen krank geschrieben, weil es mir so übel ging und ich kaum aus dem Bett aufgestanden bin. Und auch jetzt kann ich mich an schlechten Tagen unmöglich an Hausarbeiten für die Uni ransetzen.
 
Ich bin wirklich froh, wenn das Ganze überstanden ist und kann jeder, die darüber nachdenkt, die hormonelle Verhütung abzustellen nur raten, das in einer gefestigten Phase ihres Lebens zu tun. Was ich damit meine ist, vielleicht nicht gerade den Zeitpunkt im Leben zu wählen, wo man gerade umgezogen ist, einen neuen Job hat, an seiner Doktorarbeit schreibt oder sich von dem langjährigen Freund getrennt hat. Ich würde von mir behaupten, gerade in einer wirklich gefestigten Phase meines Lebens zu sein und trotzdem hat mich das Ganze ziemlich aus der Bahn geworfen.
 
Ich bin froh, dass meine Familie, mein Freund und meine engsten Freunde immer für mich da waren und sind und mich bei allem unterstützen und immer ein offenes Ohr hatten. Natürlich wird es nicht jeder Frau bei der Einnahme oder der Absetzung von hormonellen Verhütungsmitteln so gehen, aber Nebenwirkungen treten leider öfter auf, als man denkt.
 
Zur Zeit habe ich weder vermehrt Pickel oder Haarausfall, aber ich bin gewappnet, falls das nach ein paar Monaten noch als Nebenwirkungen auftreten sollte. Das einzige, was ich ab und zu noch auffällig doll bemerke ist der Schwindel beim Aufstehen und die Müdigkeit an manchen Tagen (obwohl ich die Nacht vorher gut geschlafen habe). Ich bin noch nicht wieder vollkommen ich, aber ich bin auf einem guten Weg dahin. Und ich freue mich wahnsinnig, dem immer ein Stückchen näher zu kommen...

31.8.15 22:19

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


PP (1.9.15 00:38)
Das sind halt alles diese Einbildungen, wenn man gewisse Misstimmungen auf einen "Übeltäter" schiebt. Ich hab seit einiger Zeit auf Kondome verzichtet, weil ich dachte, meine Depressionen kommen von einer Gummiallergie und es ging mir seitdem wirklich besser und ihrgendwie fühle ich mich dem Leben näher, ungefähr so, wie wenn man nicht mehr in Socken duscht ..

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