~ Was die Hormone 2 Jahre später noch mit mir machen ~

Kaum zu glauben, dass mein ganzes Hormonchaos schon 2 Jahre her ist. 2 Jahre, die mein Leben komplett auf den Kopf gestellt haben.

Nach all den Stimmungsschwankungen, Depressionen und Angstattacken im Sommer 2015 musste ich lernen, mein Leben wieder neu zu gestalten. Es fiel mir nicht immer leicht, zu akzeptieren, dass ich mich durch diese Zeit sehr verändert habe. Manchmal vermisse ich mein altes Ich: die unbeschwerte, chaotische, immer fröhliche und abenteuerlustige Frau ohne jegliche Furcht oder Zweifel. Aber ich habe akzeptiert, dass mich die Zeit der Hormonumstellung geprägt hat und ich habe gelernt, diese Seite in mein Leben zu lassen, aber nicht Teil meines Lebens zu werden.

Heute lebe ich größtenteils beschwerdefrei. Zyklusbedingt habe ich auch heute noch gute und schlechte Tage. In den guten Tagen erkenne ich mein Leben, so wie es früher war. Ich genieße es wieder unbeschwert glücklich sein zu können. Und gottseidank überwiegen diese Tage mittlerweile! An den schlechten Tagen klammere ich mich an den Gedanken, dass sie bald vorüber sind und versuche trotzdem, diese Tage bestmöglich, wenn auch weniger aktiv zu verbringen. Denn an diesen Tagen möchte ich mich am liebsten zu Hause verkriechen und weinen. So geht es mir immer um meinen Eisprung, wenn die Hormone ein wildes Chaos in meinem Körper veranstalten. Ich versuche die dann ab und zu aufkommende Ängstlichkeit zuzulassen, aber immer mit dem Hintergedanken zu vertreiben, dass sie mich nicht bestimmen kann. Ich erinnere mich dann immer an all die guten Zeiten und erkenne alleine aus der Erinnerung, dass diese Negativität nicht mein wahres Ich, sondern nur eine kurze Phase ist.

Momentan ist noch unklar, ob auch noch bestehende hormonelle Probleme Auslöser für meine Tiefs im Zyklus sind. Aber alleine das Wissen, die Hormone als Grund für diese Schwankungen zu kennen, erleichtert mir den Umgang mit den Symptomen sehr.

Auch nach 2 Jahren hat sich an meiner Sichtweise für die Pille nichts verändert. Hormonelle Verhütung möchte ich meinem Körper schon aus psychischen Gründen nicht noch mal antun. Ob ich die Pille jedoch vor 2 Jahren abgesetzt hätte, wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt, könnte ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bejahen. 

 

30.8.17 14:39

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